Tadzuka Permaculture: Neustart beim Wasserprojekt in Kamphata - 23.10.2026

Über das Wasserprojekt der Tadzuka Permaculture Farm haben wir längere Zeit nicht berichtet. Denn nicht jedes Projekt verläuft immer wie geplant:
Im Juli haben wir berichtet, dass die Arbeiten am Tankgerüst beginnen. Schon bald zeigte sich jedoch, dass die Bauausführung erhebliche Mängel aufwies. Bei einem Treffen in Kamphata, an dem neben dem Bauunternehmer das Tadzuka-Team und Vertreter unserer lokalen Partner-NGO teilnahmen, wurde dies bestätigt: Das Gerüst erreichte nicht die erforderliche Höhe; seine Qualität hätte auf Dauer ein Sicherheitsrisiko dargestellt. Als Ursachen nannte der Bauunternehmer unzureichend qualifizierte Arbeiter sowie mangelnde Anleitung und Aufsicht auf der Baustelle. Zudem wurden Entscheidungen zur Konstruktion ohne Abstimmung mit dem Team getroffen. Der Bauunternehmer räumte diesbezüglich seine vollständige Verantwortung ein.
Für uns stand fest, dass das Gerüst in dieser Form nicht bleiben kann. Wir haben die Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer daraufhin beendet und den Vertrag aufgelöst. Ein Großteil der bereits gezahlten Mittel wurde zurückerstattet; einbehalten wurden lediglich die Kosten für die bereits erbrachten Leistungen, insbesondere die Bohrung des Brunnens und das beschaffte Material. Der Brunnen selbst ist von den Mängeln nicht betroffen.
Die anschließende Pause fiel uns nicht leicht. Das Projekt ist zeitkritisch, denn ohne eine verlässliche Wasserversorgung lassen sich die Pflanzen außerhalb der Regenzeit kaum am Leben erhalten. Gleichzeitig hätte eine Fortsetzung deutlich mehr gekostet als ursprünglich geplant. Das Tadzuka-Team hat in dieser Zeit einen neuen Bauunternehmer gefunden, dessen Angebot wir gemeinsam nachverhandeln konnten. Möglich wurde der Neustart schließlich durch zweckgerichtete Spenden von Unterstützern, denen das Gelingen dieses Projekts besonders am Herzen liegt. Dafür danken wir ihnen ganz besonders.
Der neue Bauunternehmer hat seine Arbeit im September mit einem Pumptest begonnen. Dabei wurde über mehrere Stunden geprüft, wie viel Wasser der Brunnen dauerhaft liefern kann. Das Ergebnis: rund ein Liter pro Sekunde, also etwa 3.600 Liter pro Stunde. Damit eignet sich der Brunnen auch für die Bewässerung der Felder.
Inzwischen haben auch die Arbeiten an einem neuen Fundamenten für das Tankgerüst begonnen:
Aus den Erfahrungen der vergangenen Monate haben wir Konsequenzen gezogen. Die Arbeiten werden nun deutlich engmaschiger begleitet, um sicherzustellen, dass jeder Schritt sorgfältig und nach den vereinbarten Standards ausgeführt wird. Dass die Mängel erkannt, mit dem Bauunternehmer geklärt und ein Neustart organisiert wurde, ist vor allem dem Tadzuka-Team und unserer lokalen Partner-NGO zu verdanken, die in einer schwierigen Situation Verantwortung übernommen haben. Wir werden weiter über die Fortschritte des Projekts berichten.






