Malawi liegt zwischen Mosambique und Sambia und grenzt im Norden an Tansania. Das Land zählt zu den ärmsten Volkswirtschaften der Welt, 2016 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 295 Dollar, das Bruttosozialprodukt (BSP) 350 US-Dollar pro Kopf und Jahr. Die Wirtschaft hängt von erheblichen finanziellen Zuschüssen des IWF, der Weltbank und einzelnen Spendernationen  ab. 2012 mussten 74 Prozent der Malawier von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag leben. Beim Index der menschlichen Entwicklung liegt das Land in der Rangliste von 2015 auf Platz 170 von 188.

Malawi wird immer wieder von heftigen Naturkatastrophen heimgesucht, zuletzt im März 2019 durch die Ausläufer des Zyklons Idai, der insbesondere in den Nachbarländern Mozambique und Simbabwe zu schweren Verwüstungen und vielen Toten führte.

Bevor Malawi 1995 den kostenfreien Grundschulunterricht einführte, ging nur die Hälfte der Kinder im schulfähigen Alter in die Schule. Seitdem ist die Zahl der Grundschüler von 1,9 Millionen auf 3,4 Millionen gestiegen, dass sind 80 Prozent der Kinder.
Ein Hauptproblem in den Dorfschulen ist der Mangel an Lehrern. In einer Klasse werden rund 80 Kinder unterrichtet. In den vergangenen zehn Jahren wurden viele Lehrer ohne Lehramtsstudium eingestellt und viele ehemalige Lehrer zurückgeholt, um die Situation zu verbessern. Trotz dieser Anstrengungen war der Mangel an Lehrern 2006 größer als 2001, weil zahlreiche ältere Lehrer ihre Tätigkeit beendeten. 2015 betrug die Alphabetisierungsrate 65,8 Prozent.

 

MALAWI - FAKTEN UND ZAHLEN